Peter Christener mit Bezug zum Glaskasten
Zu seinen Ehren wurde bei seinem Ausscheiden aus der Firma eine TRAXX MS3 Nr. 188 006 auf den Namen «Peter Christener» getauft. Nun hat er uns bei der Inbetriebsetzung des Glaskastens unterstützt. Über seine Vorfahren hat Peter einen Bezug zu unserem Triebwagen.
Peters Urgrossvater war Dampflokführer der SOB. Er wurde vorzeitig pensioniert, damit er in den letzten Dienstjahren nicht mehr auf elektrische Fahrzeuge umgeschult werden musste. Seine Lokomotive war eine der beiden Ed 4/5 der SOB. Damals gab es noch das System der Titularmaschinen, das heisst, die Lokführer arbeiteten immer auf derselben Lokomotive. Jeder Lok waren zwei bis drei Lokführer zugeteilt. Auf dem Bild von der Ausfahrt eines Dampfzuges aus der Station Burghalden ist Peters Urgrossvater zu sehen. Das Foto stammt von Hugo Hürlimann, der die letzten Jahre des Dampfbetriebs bei den Schweizer Bahnen fotografisch festgehalten hat. Das Fahrpersonal sorgte jeweils für besonders viel Qualm, wenn es den Fotografen an der Bahnstrecke entdeckte.
Afahrt eines Zuges mit Ed4/5 aus der Station Burghalden (Bild von Hugo Hürlimann)
Die schweren Ed 4/5 kamen vor allem bei den Pilgerzügen aus Deutschland zum Einsatz. In Wädenswil wurden die Züge geteilt und jede Hälfte mit einer Ed 4/5 vorne und zwei Ed 3/3 als Nachschieber die 50-Promille-Rampe nach Einsiedeln hochgeschoben. Manchmal machte sich die Wädenswiler Dorfjugend den Spass, den Bahnübergang über die Seestrasse mit Schmierseife zu behandeln, was dem Fahrpersonal keine Freude bereitete.
Wenn den Loks auf der Strecke der Dampf ausging, beispielsweise weil ein Siederohr undicht war und der Zug anhalten musste, bis wieder genügend Dampf für die Weiterfahrt zur Verfügung stand, kamen aus den Reihen der Fahrgäste in Einsiedeln oft Kommentare wie «Habt ihr wieder Cervelat gegessen statt gefeuert»?
Die beiden grossen Dampflokomotiven wurden noch während des Krieges an die Krupp AG in Deutschland verkauft. Später kamen sie zur Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE), wo sie bis 1961 in Betrieb waren. Ein Bild, das aus dem Jahr 1938 stammt, zeigt den Abtransport der Lokomotiven.
Transport Dampflokomotiven der SOB
Der Sohn des Urgroßvaters von Peter Christener und somit sein Großonkel ist Peter Schild.
Er ist auf dem Film vom Triebwagen Nr. 5 zu sehen.
Lokführer Peter Schild unterwegs im Führerstand des Glaskastens ▻ im Film zu sehen